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Schutz gegen Produktpiraterie und andere Imitationen -
auch ohne Patente!

Unternehmen sind in vielfältiger Form mit Produktimitationen konfrontiert, bei denen das technologische Know-how des Unternehmens in unberechtigter Weise von anderen Unternehmen genutzt wird, um ähnliche oder identische Produkte unterschiedlicher Qualitäten zu produzieren und zu vertreiben.

Diese Seite beschreibt zusammenfassend, wie Unternehmen sich systematisch gegen Produktimitationen schützen können. Die beschriebenen Ansätze stammen aus einer Doktorarbeit mit dem Titel "Methodik zum Schutz gegen Produktimitationen", die am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT angefertigt wurde.

Überblick

Da vor dem Hintergrund zunehmend internationaler Märkte und kurzer Produktlebenszyklen gewerbliche Schutzrechte wie Patente zunehmend ineffizient sind, wird hier auf alternative Schutzmechanismen wie technische Imitationsbarrieren und strategische Maßnahmen fokussiert, weil diese sich insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen effektiver einsetzen lassen als die alleinige Nutzung von gewerblichen Schutzrechten.

Die Anzahl an potentiellen Möglichkeiten zum Schutz des Technologie-Know-hows sind vielfältig, in der Praxis jedoch bisher nicht hinreichend bekannt. Deshalb erarbeitet Christoph Neemann eine Methodik, mit der schrittweise die Ableitung einer Schutzstrategie für das einzelne Unternehmen erfolgt.

Dazu wird zunächst analysiert, welchen Arten von Bedrohungen (Umsatzverluste, Imageverluste und Schäden durch ungerechtfertigte Produkthaftungsklagen) das Unternehmen ausgesetzt ist und wie sich diese monetär bewerten lassen. Anschließend werden die verschiedenen Erscheinungsformen von Produktimitationen und deren Folgen detailliert beschrieben, systematisiert und bewertet.

Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, werden 38 Kategorien von Schutzmechanismen für technologisches Know-how identifiziert, detailliert in ihrer Wirkungsweise beschrieben und die notwendigen Bedingungen dargestellt, die für einen sinnvollen Einsatz der Schutzmechanismen erfüllt sein müssen. Zusätzlich wird bewertet, inwieweit die einzelnen Schutzmechanismen für die verschiedenen Schadensfälle und Imitationstypen geeignet sind. Die Beschreibungen der Schutzmechanismen werden anhand zahlreicher Beispiele aus der industriellen Praxis erläutert.

Des Weiteren unterstützt die Methodik dabei, das technologische Know-hows des Unternehmens systematisch hinsichtlich seiner Gefährdung zu analysieren. Auf Basis dieser Bewertung kann anschließend eine Wirtschaftlichkeitsbewertung der alternativen Schutzmechanismen erfolgen, indem zusätzliche Aufwände für die Implementierung des Schutzes mit dem vermiedenen Schaden verglichen werden. Diese Ergebnisse werden nun dafür genutzt, unter Einbeziehung der Kombinierbarkeit von Schutzmechanismen diejenigen auszuwählen, die einen effizienten Schutz für das gesamte Produkt- und Know-how-Portfolio ermöglichen.

Die Methodik ist vor allem für produzierende Unternehmen geeignet, insbesondere aus der Investitionsgüterindustrie und für Produzenten technischer Gebrauchsgüter.

Detaillierte Informationen zu den Themen finden Sie hier:

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Die hier beschriebenen Erläuterungen entstammen in gekürzter Form dem Buch "Methodik zum Schutz gegen Produktimitationen", erschienen im Shaker-Verlag unter der ISBN 978-3 8322 6271 6.
Produktpiraterie, Produktfälschungen, Plagiate, Markenpiraterie, Imageverlust, Produkthaftung, Produkthaftungsklagen, Know-how-Verlust, Technologie-Schutz, Originalidentifikation
Christoph Neemann, Aachen
Christoph Neemann: Unternehmensnetzwerke
Christoph Neemann: Strategische Allianzen

Christoph Neemann: Unternehmensbewertung

Christoph Neemann: Technologietreiberbaum für den Cashflow

Christoph Neemann: Technologiewissen schützen: Strategien gegen Produktpiraterie und Produktimitationen

Christoph Neemann: Technologiewissen schützen: Strategien gegen Produktpiraterie und Produktimitationen

Christoph Neemann: Technologiewissen schützen: Strategien gegen Produktpiraterie und Produktimitationen

Christoph Neemann: Technologiewissen schützen: Strategien gegen Produktpiraterie und Produktimitationen

Dissertation: Methodik zum Schutz gegen Produktimitationen

Technologiewissen Fraunhofer IPT, Abteilung Technologiemanagement

Wirtschaft und Märkte > Prävention von Produktpiraterie > Foren > Newsletter-Archiv

Konsortialprojekt "Tekno-Pro" - Gemeinsam gegen Produktpiraterie

Tekno-Pro

Konsortialprojekt "Tekno-Pro" - Gemeinsam gegen Produktpiraterie

Konsortialprojekt »Tekno-Pro« Gemeinsam gegen Produktpiraterie

Schutz vor Piraten

Mit heißem Fett und schwarzen Zwergen

Produktpiraterie Wikipedia
Anti-Counterfeiting Wikipedia
ECONIS Select - Produktpiraterie Aktualisierung
Neemann, Christoph W / Methodik zum Schutz gegen Produktimitationen
Leonardo - Wissenschaft und mehr
Deutschlandfunk - Forschung Aktuell - Kampf den Produktpiraten
Liste der Schutzmechanismen
Senkung der Imitationsattraktivität
Lead Time: Nutzung des zeitlichen Vorsprungs gegenüber Imitatoren
Release Management: Schnelle Taktung der Innovationen, so dass der Produktpirat immer nur die alte Generation des Produktes im Angebot hat
Simultaner Markteintritt: In allen regionalen Märkten gleichzeitig die Produkte anbieten
Historienquotierung: Zuteilungsquoten für Kunden abhängig machen von Bestellungen bei der Vorgeneration (Beispiel: Intel vs. AMD)
Preisdifferenzierung: Regional unterschiedliche Preise, um Attraktivität für Produktpiraterie in betroffenen Märkten zu senken
Markendifferenzierung: Eine eigene Imitationsmarke in den Markt bringen, um diesen Markt auch abzuschöpfen
Qualitätsdifferenzierung: Günstigere Produktvariante in geringerer Qualität in von Imitationen betroffenen Märkten einführen
Produktdifferenzierung: Produkte je nach Wettbewerbsverhältnissen im jeweiligen Markt platzieren
Shadow Placement: Platzierung der eigenen Marke im Schatten einer als Marktführer und damit als erstes Imitationsopfer wahrgenommenen Marke
Mass Customisation: Kundenspezifische Gestaltung von Produkten (z.B. Timberland Customs), die den Piraten wegen fehlender Infrastruktur nicht möglich ist.
Fixkostenintensive Fertigungsverfahren zur Produktdifferenzierung: Imitatoren scheuen Fixkosten wegen ihres Entdeckungsrisikos. Wenn man mit einem entsprechenden Verfahren den Produkten besondere Eigenschaften verleihen kann, die der Kunde eindeutig erkennen kann, ist dies ein faktischer Innovationsschutz.
Fixkostenintensive Fertigungsverfahren (Alternativlos): Wie vorhergenannt, nur in diesem Fall Einsatz von Verfahren, die extern nicht verfügbar sind bzw. beherrscht werden.
Patent
Gebrauchsmuster
Geschmacksmuster
Halbleiterschutzgesetz
Christoph Neemann: Technologie-Treiberbaum für den Cash-flow produzierender Unternehmen
Marke
Zertifizierung der Produkte
Erschwerung der Know-how-Akquise
Maßnahmen zur Personalbindung
Chinese Walls: Informationstrennung zwischen Entwicklungslieferanten/Kooperationspartnern, so dass keiner die vollständigen Informationen zum Nachbau des Produktes hat.
Kodifizierung von Dokumenten: Nutzung von Tarnnamen etc. auf Produktzeichnungen, um z.B. Materialien, Zukaufkomponenten etc. zu verschleiern.
Produktaktivierung: Aktivieren ähnlich wie bei Software, aber auch hardwaretechnisch denkbar über mündliche Information an den Kunden.
Sondervereinbarung zu Veröffentlichungsverpflichtungen
Dekompositionsbarrieren: gleich: Selbstzerstörungsmechanismen, die bei Reverse Engineering aktiviert werden.
Funktionale Black Boxes: Komponente im Produkt, die sich nicht einem Reverse Engineering unterziehen lassen.
Fake Black Boxes: Komponente im Produkt, die den Eindruck einer Funktionalen Black Box erweckt, aber nicht die entsprechende Funktionalität hat.
Erschwerung der Reproduktion
De-Standardisierung: Verwendung von minimal vom Standard abweichenden Produktmaßen etc. Dies wird oft durch den Imitator nicht erkannt, so dass er ein Produkt nachahmt, das aufgrund ungünstiger Toleranzen eine geringere Genauigkeit oder wegen erhöhten Verschleißes eine geringere Lebensdauer besitzt.
Erhöhung der Leistungsdichte: Hochzüchten von Bauteilen in Leistungsbereiche, die nicht trivial nachbaubar sind, z.B. bei Wälzlagern durch Einsatz von Spezialschmierstoffen.
Eigenentwicklung von Betriebsmitteln: Eigen- oder Weiterentwicklung von Betriebsmitteln, damit diese nicht am Markt käuflich sind.
Vertragliche Zuliefererbindung
Rationierung von Rohmaterialien
Erschwerung der Vermarktung
Anbieten von Produktbündeln
Erweiterte Lebenszyklusleistungen:
Produkt-und Komponentenidentifikation: Eindeutige Identifikationsmerkmale werden offen und verdeckt eingesetzt, um im Markt Originale eindeutig identifizieren zu können. Am Markt verfügbare Technologien sind LSA (Laser Surface Authentification),Tesa Scribos Holospots, Hologramme sowie zahlreiche andere Identifizierungsmerkmale, die bis auf das einzelne Stück eine Identifizierung ermöglichen.
Angebot zur Kooperation
Lizenzierung gewerblicher Schutzrechte
Zusammenarbeit mit Imitatoren: "If you can't beat them, join them: Imitatoren mit guter Qualität besser eine Lizenzierung anbieten - sie halten den Markt frei von weiteren Imitatoren und verschaffen zumindest einen gewissen Anteil am Gewinn.
Vermarktung von Standards
Abwendung der Produkthaftung
Strategische Allianzen in Forschung und Entwicklung
Aspekte der Anwendung ausgewählter Kostenrechnungsverfahren in Unternehmensnetzwerken
Beurteilung von Leasing bei der Unternehmensbewertung
Beurteilung von Leasing bei der Unternehmensbewertung
Technology Know-how protection: Promote Innovators, Discourage imitators
Methodik zum Schutz gegen Produktimitationen